6. PMS Sachsen

Zum großen Stelldichein in Sachen Modellbau im Möbelhaus hatten wir vom PMC Riesa 96 e.V. wieder zusammen mit dem EPMC Dresden nach Siebenlehn zu Möbel Mahler eingeladen.

Mittlerweile zur Tradition geworden, stand dafür wieder das zweite Wochenende im März auf dem Plan und diesem Aufruf folgten dieses Jahr über 300 Aussteller und Händler aus Deutschland, Tschechien, Ungarn und Polen. Es sollte also wieder ein richtiges Fest werden. Dass unsere Show eine feste Größe geworden ist, zeigt sich aber nicht nur an den nackten Zahlen, sondern auch daran, dass wir bei den Anmeldungen schon sehr frühzeitig einen großen Vorlauf gegenüber dem Vorjahr erreichten, teilweise bis zu 8 Wochen. Auf der anderen Seite mussten aber einige Aussteller auch teils Wochen auf eine verbindliche Zusage warten bis ein Platz durch Absagen freigegeben werden konnte. Ebenso stand dadurch sehr frühzeitig fest, dass abermals keinerlei Workshops stattfinden werden.

Für die nüchterne Organisation in Sachen Tischen und Platzverhältnisse war das natürlich hervorragend, zeigte aber auch, dass wir lieber gleich wo immer möglich mit einer Doppelreihe an Tischen planen sollten, was sich schließlich auch bewahrheitete. Letztlich sollten es rund 100 Tische mehr werden als 2025.

Das hieß dann natürlich am Mittwoch vor der Show wieder mit routiniertem Einsatz und helfenden Händen aus beiden Vereinen die über 400 Tische in ein vorbestimmtes Muster zu stellen, was an und für sich flott von statten ging, aber auch manchmal zu einigem Kopf schütteln führte, wie gewisse Prioritäten gesetzt werden. Letztlich wurde die Sache aber wieder rund.

Somit konnten wir uns am Donnerstag auf die Vorbereitung des Wettbewerbes, den Cateringbereich die Aktionen für die Kids und die ganzen Kleinigkeiten drum herum konzentrieren, was am Freitagvormittag noch komplettiert wurde, um allen Ausstellern ein herzliches Willkommen zu bereiten.

Freitagnachmittag lief dann alles noch sehr gediegen ab, die ersten Händler füllten ihre Stände und auch die Aussteller gestalteten ihre Tische. Wohlweislich hatten wir auch die Anmeldung für den Wettbewerb geöffnet, damit schon die ersten Zettel abgeholt, Nachmeldungen getätigt und die Modelle platziert werden konnten.

Am Samstag ging dann die erwartete Anreisewelle los und wir hatten zusammen mit Mario ganz schön zu tun dem Gewimmel der abgestellten Fahrzeuge Herr zu werden. In diesem Punkt werden nächstes Mal definitiv Änderungen eintreten, das steht jetzt schon fest. Im Gegensatz dazu konnten gewisse Unstimmigkeiten mit der Tischbestellung schnell und unkompliziert gelöst werden und ich denke, am Ende war dann jeder mit seiner Ausstellungsfläche zufrieden und unsere Reservetische nahmen schnell an Zahl ab.

Mit Eröffnung der Veranstaltung bekamen wir vom PMC Riesa gleich noch einige sehr schöne Geschenke überreicht, denn wir feiern dieses Jahr auch gleichzeitig unser 30-jähriges Vereinsbestehen.  Vielen Dank an die Gratulanten!!! Im Gegenzug hatten wir zum Großteil direkt bei der Anreise kleine gelaserte Plaketten verteilt an denen jeweils ein Los hing, wo unsere Gäste noch die Möglichkeit hatten einen Preis zu gewinnen. Die Gewinnnummern wurden über die beiden Tage immer wieder verkündet, was bei einigen Ausstellern vor den großen Boxen für Schreckmomente sorgte – sorry dafür. Die gesamte Aktion kam aber denke ich sehr gut bei allen an. Über die beiden Tage entpuppte sich unser Klaus auch so richtig als „Nummerngirl“ und bekam Unterstützung von Jacqueline und Frank.

Nachdem die Türen offiziell geöffnet wurden, strömten auch gleich zahlreiche Besucher in die Halle und das bunte Treiben konnte beginnen. Die Palette an gezeigten Modellen war wieder breit gefächert und auch die Qualität ließ nicht zu wünschen übrig. Schön war es natürlich auch wieder zu sehen, dass einige neue Aussteller auf die PMS Sachsen aufmerksam geworden sind und uns mit ihrer Teilnahme beglückten.

An der Wettbewerbsanmeldung ging das bunte Treiben ebenfalls recht schnell los und Matthias hatte gut zu tun um die zahlreichen Anmeldungen zu bewältigen. Am Ende sollten 330 Modelle im Wettbewerb stehen, was wiederum absoluten Rekord für die PMS bedeutete. Recht schön zu sehen war, dass die Nachwuchskategorie mit 25 Modellen besetzt war durch die Beteiligung einiger Junioren aus Polen und Tschechien. Ebenso hatten wir neue Kategorien als „Hobbyklasse“ auf Ansinnen einiger Aussteller aus dem letzten Jahr in unser Programm integriert und für den ersten Versuch kann es wohl auch als Erfolg verbucht werden, denn jede Kategorie wurde besetzt.  Ab Mittag gab es dann nach einem kurzen Briefing ein Gewusel von Modellbauern, bestehend aus rund 40 Leuten (natürlich wieder mit internationaler Hilfe aus Tschechien), um die eingereichten Werke zu bewerten und die künftigen Preisträger festzulegen.

In der restlichen Halle gab es ein buntes Treiben an den Vereinsständen oder bei Händlern und es wurden viele Gespräche unter Freunden und Bekannten geführt. Langweilig wurde es jedenfalls nicht und auch die Besucher kamen zahlreich und bis auf ein kleines Mittagstief konnte man keine großen Unterschiede feststellen.

So wie unsere Kinderstationen besetzt waren mit professioneller Anleitung wurden auch diese Angebote ganz gut angenommen und wir konnten hoffentlich einigen potenziellen Nachwuchsmodellbauern einen kleinen Einblick in unser schönes Hobby bieten.

Gegen 18:00Uhr schlossen sich dann fast pünktlich die Tore und die Arbeit zu Hause begann auf Hochtouren. Mit Mario saßen wir dann zu zweit bis tief in die Nacht um die Arbeit der Jury zu Papier zu bringen. Sonntagmorgen ging es wieder pünktlich 9:00Uhr für alle Aussteller los, um ganz in Ruhe Fotos zu machen ohne Besucher. Die Zeit verging natürlich wieder schnell bis Besucher eingelassen wurden und auch jetzt füllte sich die Halle recht flott. In dem ganzen Trubel hatten wir aber natürlich noch einiges zu tun. Unser Matthias lief auf Hochtouren um eine entsprechende Präsentation vorzubereiten und zusammen mit Tilo begann er durch den Wettbewerbsbereich zu flattern um die entsprechenden Modelle zu fotografieren. Mario und Thomas wurden verdonnert die Urkunden zu schreiben und auch die Tische mit den ganzen Preisen mussten vorbereitet werden. Die Frauen aus dem EPMC Dresden hatten beide Tage voll zu tun unsere Aussteller im Cateringbereich mit leckerem Kuchen, Fettbemmen, Getränken und Bockwürsten zu versorgen. Dabei gingen drei gesponserte Bleche Eierschecke, zwei weitere große Bleche Kuchen und diverse selbstgebackene Exemplare über den Tisch. Als am frühen Nachmittag alles zur Neige ging waren die Mädels geschafft und auch unsere Tassen der PMS 2026 waren restlos ausverkauft. Die Besucher waren in der Zeit schon wieder längst damit beschäftigt die ganzen hochwertigen Modelle zu bewundern. Hier dann auch gleich die Links zu unseren Fotoalben:

— Links —

Somit blieb eigentlich nur noch eins übrig, die Auswertung vom Wettbewerb. Zuvor lief noch eine Präsentation durch die letzten 30 Jahre des PMC Riesa, die schon viele Aussteller anschauten und so mancher fand sich darin wieder und man staunte nicht schlecht, wie gewisse Leute aus der Modellbaugemeinde vor 3 Jahrzehnten so aussahen, wir werden halt alle nicht jünger!

Doch dann begann die Verleihung der Preise, mittlerweile traditionell mit unserem „Early Bird“, der ebenso traditionell an Christian Bossert ging für die allererste Anmeldung zur PMS 2026. Auch unser „Langschläfer“ für die letzte Anmeldung zur Show ging mit Udo Muth an einen Wiederholungstäter. Unser dritter Preis, der „Globetrotter“, ging diesmal in den sonnigen Südwesten von Europa auf die iberische Halbinsel nach Spanien in die Nähe von Gibraltar, denn Alberto Hernandez reiste mit seiner Frau rund 2800km um an der PMS teilzunehmen.

Danach gab es noch ein paar Sonderpreise von unseren Kollegen aus Polen vom SM ISKRA Kleszczów und den Modellbau Wölfen aus Wachtendonk zu vergeben. Da die PMS auch zum wiederholten Male Austragungsort für den mittlerweile unter 5 Nationen ausgetragenen GT-Cup aus Tschechien ist wurden auch da die Sonderpreise an das subjektiv beste zivile Junior- und Senior-Modell vergeben.

Jetzt ging es natürlich noch an die Auswertung der eigentlichen Kategorien, wobei wir mit den Junioren begannen und da das international besetzte Feld kürten. Leider sind bei den Nachwuchsmodellbauern nicht viele direkt vor Ort, was natürlich immer ein wenig schade ist, denn der direkte Erfolg und die Übergabe eines Preises macht doch stolz und sollte motivieren. Als Nächstes kamen unsere neuen „Hobbyklassen“ an die Reihe und man muss sagen auch da waren einige schöne Werke zu bestaunen und wie ich finde, haben diese Kategorien genau ihren Sinn erfüllt, denn es gewannen Modellbauer, die noch nicht so lange dabei sind und nicht so versiert im Vergleich mit anderen sind oder aber einfach aus der Kiste bauen und dadurch mit den super detaillierten „Profimodellen“ nicht mithalten können. So bleibt aber der Ehrgeiz bestehen und auch im Fußball gibt es mehr als die Champions-League, von daher sollte sich niemand herabgewürdigt fühlen, wenn er in der „Hobby-, Standard- oder wie auch immer genannten Klasse“ startet. Trotz allem startete die breite Masse in der „Profiklasse“ und natürlich wurden da ebenfalls die Besten der Besten mit Medaillen prämiert. Manch einer räumte ordentlich ab oder sicherte sich mit einem Modell genau den einen Erfolg. Zum Abschluss der Preisverleihung wurden die Gewinner in der Sonderkategorie „250 Jahre Unabhängigkeit der USA“ gekürt, was immerhin eine unserer am Stärksten besetzten Kategorien war.  Den Schlusspunkt setzte dann noch unser Best of Contest – Pokal, der dieses Jahr an Maik Schönherr für sein Schiffsdiorama der „L´aurore“ ging. Zufriedene Gesichter gab es im Nachhinein jedenfalls einige zu betrachten. Aber auch die Beobachter der ganzen Geschichte waren mittendrin statt nur dabei, denn auf vielfachen Wunsch hatten wir einen Beamer mit entsprechender Leinwand besorgt und so konnte mitverfolgt werden, welche Modelle denn überhaupt unter den Preisträgern zu finden waren. Das war ein deutliches Plus für die Auswertung wie ich fand.

Anschließend konnten nur noch ein paar Dankesworte gesprochen werden und die große Abreisewelle begann. Viele Aussteller klappten dankenswerter Weise ihre Tische zusammen, das hilft schon immer sehr beim großen Aufräumen also vielen Dank dafür! Beim Verabschieden drang auch schon viel Lob an mein Ohr für die ganze Organisation, dass es eine super Veranstaltung war oder dass man gerne im nächsten Jahr wiederkommen wolle. Das könnt ihr natürlich gern alle tun, denn das 2. Wochenende im März ist wieder vorgemerkt für die 7. PMS Sachsen

Zum Abschluss bleibt nur noch ein Danke an unsere Sponsoren zu richten, denn unsere Geburtstagsaktion war komplett aus Spenden organisiert – vielen Dank an:

  • Airbrush Shop Leipzig
  • Glow 2 Be
  • Laser Creation World
  • Modellbau Nordfriesland
  • Nimpex
  • Painting 4 Ever
  • Revell

Ebenfalls geht auch ein Dank an das Sponsoring des ganzen Kuchens an „Unser Bäcker aus Klipphausen“, Un-Seung Lee für das Besorgen weiterer Sponsoren und alle privaten Kuchenbäcker.

Ein riesiges Danke geht natürlich auch wie immer an Möbel Mahler, denn ohne die große Halle und die Finanzierung der Tische gäbe es die ganze PMS Sachsen in dieser Art und Weise nicht! Also bis zum nächsten Mal und ihr könnt euch sicher sein, wir werden die Anregungen, Kritiken und Vorschläge, die uns im Anschluss erreichten, diskutieren und auswerten um euch 2027 auch wieder eine tolle Veranstaltung zu ermöglichen