Für uns hieß es trotz der zahlreichen Ausstellungen mal wieder etwas Neues zu besuchen und so folgten wir der Einladung von Jan Merhaut und fuhren zusammen mit Mario am Freitag, den 19. Juni nach Hořovice.

Bei über 30°C leistete die Klimaanlage gute Dienste und mit einer für uns persönlich unnötigen Ehrenrunde durch Prag kamen wir super an, fanden den Ausstellungsort auf Anhieb und konnten noch in aller Ruhe unsere Modelle in den entsprechenden Kategorien platzieren, was immerhin 8 Stück waren, die im zivilen Bereich angeboten wurden.
Nachdem das alles erledigt war, nahm uns Přemysl Bartoš mit in unsere Pension, die in Sichtweite lag und später auch in die knapp 2km entfernte Gaststätte „Na Krétě“, wo das gemütliche Beisammensein mit den tschechischen Kollegen stattfinden sollte.




Am Samstag endete unsere Nachtruhe recht schnell, da die Pension direkt neben der Straße liegt, aber egal. Nach dem erfrischenden Duschen ging es dann erstmal zu Lidl gegenüber um Frühstück zu holen und danach zu Fuß ab zur Ausstellung.
Dort angekommen trafen wir auch gleich auf Thomas und die Kollegen vom „Betreuten Basteln“, die erst jetzt angereist waren. Einmal reingegangen, merkten wir sofort, dass die Temperatur trotz der Hitze draußen, drinnen sehr angenehm war, was wir sehr wollwollend zur Kenntnis nahmen. Die erste Pflichtübung war natürlich das Abholen unsere Anmeldezettel für den Wettbewerb und das Begrüßen von befreundeten Kollegen, von denen es natürlich wieder einige gab. Nachdem das erledigt war, begaben wir uns auch ziemlich schnell auf die Erkundung der verschiedenen Händler, die erfreulicherweise ein breites Angebot im Gepäck hatten. So wurden wir hier und da fündig und konnten unsere Sammlungen erweitern. Was mich persönlich gefreut hat war, dass der tschechische Hersteller Reji vor Ort war und ich nach Herzenslust durch sein Angebot stöbern konnte. Bis das alles bewerkstelligt war, verging schon einiges an Zeit, natürlich nicht ohne die gewissen Fachsimpeleien untereinander und der Unterstützung der Kollegen, ob es das richtige Zubehör für ihre Bausätze ist.





So vergaßen wir völlig unser Frühstück, was wir dann kurz vor Mittag nachholten und vor der Tür eine Pause im Freien einlegten. Danach ging es wieder an die Arbeit, denn es gab da ja auch einige hundert Modelle, die betrachtet werden wollten und das lohnte sich wirklich. Es gab aus allen Bereichen einige sehr schöne Exemplare zu sehen, die auch schon mal etwas genauer beäugt wurden. In unseren eigenen Kategorien rechneten wir uns gar nicht mal so viel aus. Mario war hin- und hergerissen, Thomas wollte bei der Auswertung schon draußen warten und ich selbst rechnete auch mit höchstens zwei Prämierungen.













































Kurz darauf war es dann auch schon so weit und die Preisverleihung begann. Wie gewohnt kamen natürlich die Junioren als Erstes an die Reihe. Als dann die Senioren an der Reihe waren, gingen die Ersten nach vorn, aber wir verstanden weder was von Kategorie noch das Gesagte nach dem Namen, was sonst eigentlich trotz tschechischer Moderation möglich ist. Kurz nach Beginn wurde dann der Name Thomas Börnig genannt und er kam gleich mit zwei Urkunden wieder. Das System noch immer durchschauen zu wollen erklang mein Name und ich wurde zu gleich acht Urkunden beglückwünscht. Dann kam mir langsam der Gedanke, dass alle Teilnehmer dem Alphabet nach aufgerufen wurden und da mir das im fortgeschrittenen Prozess beim Buchstaben – S einkam, wurde auch gleich Mario Sieber aufgerufen und er kam mit vier Urkunden zurück. Jetzt waren wir schon alle hoch zufrieden, aber es gab ja auch noch eine Reihe an Sonderpreisen. Für uns kam da nur der GT-Cup Senior infrage, der aber nicht an uns vergeben wurde. Doch dann wurde noch der „Best of GT-Cup“ aufgerufen, an den keiner mehr gedacht hatte und der ging doch tatsächlich an meine Ducati 888 SBK. An dem Pokal hing dann noch ein Preis in Form einer Lupenlampe, sehr geil! Reji Model stiftete dann auch noch einen Preis in Form eines Decalbogens und auch der ging noch an mich.


Wir waren die absoluten Abräumer des Tages und somit hochzufrieden, dass wir nur 2 der für uns noch möglichen Preise verpasst haben. Dann ging es schon ans Packen und nach dem Verabschieden von den Kollegen machten wir uns wieder an die Heimreise. Es war jedenfalls sehr schön und wir kommen gerne wieder wenn es zeitlich passt.
Ingo Hempel
